CHORREISE IN DIE RHÖN

die Raststätte Ob der Tauber. Hier gab es ein von Lore und Valentin wunderbar angerichtetes leckeres Frühstück, bei dem natürlich auch der Sekt nicht fehlte, gespendet von Silvia und Michael. Der kleine Ort Fuchsstadt war unser erstes Ziel. Wir besichtigten die Kirche und nahmen die Gelegenheit wahr, unsere Lieder, die wir am nächsten Tag aufführen wollten, noch einmal zu proben. Und unser Chorleiter Michael Leideritz findet ja auch immer etwas, das noch verbessert werden kann. Anschließend stand die Besichtigung von Bad Kissingen, das an der fränkischen Saale liegt, auf dem Programm. Unsere sehr kompetente Gästeführerin Margot Gärtner zeigte uns zunächst die Altstadt, z.B. das alte Rathaus aus dem 16. Jahrhundert, bevor es dann ins Kurviertel ging. Bad Kissingen besitzt das größte Ensemble historischer Kurbauten in Deutschland. Viele Gebäude wurden vom Architekten Max Littmann als Gesamtkunstwerk entworfen, z. B. die Wandelhalle mit Brunnenhalle, der Regentenbau und das Jugendstil-Kurtheater. Hier testeten wir die hervorragende Akustik mit einigen Kanons. Auch das Heilwasser der sieben Quellen konnte probiert werden, zwei waren deutlich salzhaltig, die restlichen mehr oder weniger stark eisenhaltig.Am Abend kam die Geselligkeit zu ihrem Recht, zuerst beim Abendessen mit fränkischer Küche, später bei einer Weinprobe im historischen Winzerkeller Hammelburg unter dem roten Schloss. Hammelburg, wo auch unser Hotel war, ist die älteste Weinstadt Frankens und noch heute ist der Gewölbekeller mit ca. 100 Holzfässern bestückt.

Am nächsten Tag starteten wir  gegen 10 Uhr mit der Rundfahrt durch die Rhön. Immer wieder hatten wir herrliche Ausblicke in die Landschaft, sogar ein paar echte Rhönschafe - zu erkennen am schwarzen Kopf - bekamen wir zu Gesicht. Einen längeren Aufenthalt hatten wir an der Wasserkuppe, mit 950m höchster Berg der Rhön. Südlich des Gipfels entspringt die Fulda, es gibt eine Flugschule mit Start- und Landebahn für kleine Propeller- und Segelflugzeuge. In den Zeiten des kalten Krieges überwachte hier die US-Armee den Luftraum des Warschauer Paktes, und auch die "Rosinenbomber" starteten von hier während der Berlin-Blockade. Seit 1998 wird die Wasserkuppe nur noch touristisch genutzt. Unser Spazierweg führte rund um den Gipfel, und dank des schönen Wetters hatten wir sagenhafte Sicht über die bayerische, hessische und thüringische Rhön, im Westen z.B. bis zum Taunus. Dann ging die Fahrt weiter durch hübsche Orte bis hinauf zum Kreuzberg, auf dessen Gipfel sich der Sender Kreuzberg des Bayrischen Rundfunks befindet. Uns zog es aber zum Kloster, einst von Franziskanern gegründet, jetzt hauptsächlich Gast-stätte und Pension. Die kleine Klosterkirche ist eine typische franziskanische Anlage ohne Turm, die Ausstattung überwiegend im Barock und Rokoko ausgeführt. Hier hatten wir zum Abschluss einen kleinen Auftritt mit Liedern aus der Deutschen Messe von Franz Schubert. Es hatten sich etliche Zuhörer eingefunden, die uns mit herzlichem Applaus bedachten.

Nun hieß es Abschied nehmen von einer schönen Landschaft und unserer netten Reiseleiterin. Um viele interessante Eindrücke reicher waren wir am Abend wieder in Horrenberg. Ein ganz herzliches Dankeschön geht an unseren souveränen Busfahrer Eckhard Soldwedel und an alle Organisatoren und Helfer, besonders an Ekkehard Feßenbecker.

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